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release
kill em all
Coach
"Kill 'em All"
Format: CD
 
Mi Amante 05
Release Date: January, 2004
The pop-appeal of Promise Ring, the melancholy of Chamberlain, the Indie-appearance of Jesus & Mary Chain and last but not least this album title - what a debut!
 
reviews Allschools
Der Titel, welcher an die wirklich guten Tage von Metallica erinnert, ist in diesem Fall wohl etwas irreführend. 80er Jahre Speed Metal oder ähnlich harte Sounds sucht man bei Coach aus Frankfurt jedenfalls vergeblich. Das muss einem aber schon beim Anblick des Covers gedämmert haben. Es sollte sich also niemand wundern, wenn hier melodischer und trotzdem leicht schräger Indie-Rock aus den Boxen tönt. Erinnert mich spontan an Sachen wie David Singer oder Stephen Malkmus, teilweise auch an Bands wie Death Cab For Cutie, Yo La Tengo und Superchunk. Hin und wieder kommt mir der Gesang zwar etwas sehr schräg vor, aber das kann man in dem musikalischen Rahmen schon mal so stehen lassen. Unterm Strich ist "Kill Em' All" somit ein sehr entspanntes und schönes Stück Musik.
 
Enough Fanzine
After releasing several records on record labels like Doghouse or EastWest, here´s the latest album of Germany´s Coach. Coming along nicely packed, this CD features 11 songs of melancholic and mellow Indierock with a strong pop touch. Music that could easily enter mainstream radio airplay rotation ending up supporting the next Oasis tour. It´s up to you to decide, if this sounds good or bad… Undeniably the songs are well written, even if the singer´s voice gets on my nerves from time to time… Not my kind of music, but who cares.
 
Gästeliste.de
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Das hat sich wohl auch die Frankfurter Band Coach gedacht, als sie von ihrer Major Plattenfirma im Eilverfahren gedropt wurden und somit vom Zenit ihres Banddaseins in eine tiefe Grube befördert wurden. Aber Musiker sind Stehaufmännchen und was kann schon den eisernen Willen, Musik zu machen, brechen? Eben, also suchte man sich ganz flink ein Label, das hinter den Musikern und deren Songs steht und begann das Pferd noch einmal aufzuzäumen. Nun ist sie also da, die neue Platte "Kill 'Em All" und entgegengesetzt des Titels, der eher auf ein Brutalomassaker schließen lässt, zaubern die Frankfurter eine leckere Mischung aus Gitarren, Gefühlen und Tiefsinn. Hier wird noch handgemachte, ehrliche Musik und die eigene Selbstverwirklichung groß geschrieben ohne sich zu verkaufen. Songs wie "Sadly Goodbyes" oder "I.O.U." sind prädestiniert für das Album, denn sie schmiegen sich wie Balsam an die Seele und sind einfach nur gerade heraus ehrlich. Kein Wunder, dass die insgesamt 10 Stücke unter die Haut gehen und durch die sanften Gitarren und melancholischen Melodien leben. Es ist schön, dass es Coach noch gibt, denn sonst hätte man mit "Kill 'Em All" etwas sehr schönes verpasst.
 
Green Hell Mailorder
Nach vielversprechendem Beginn als erste deutsche Band auf Doghouse und einem folgendem Fiasko in der Welt der Major-Labels, hat es einige Zeit gedauert bis das erste komplette Album von Coach aus Frankfurt das Licht der Welt erblickte. Die lange Durststrecke hat der Musik von Coach indes mehr genutzt als geschadet. Vorbei sind die Zeiten, in denen mit einem Auge auf Massenkompatibilität geschielt wurde. "Lalala"-Passagen sucht man auf "Kill ´em all" jedenfalls vergebens, stattdessen aufrichtige ruhige Songs zwischen US-Post-EmoRock und britischer Melancholie. Am treffendsten wäre wohl der Vergleich mit dem letzten Promise Ring-Opus "Wood/Water". Warme Songs, die sich mal in Tragik verlieren mal in Euphorie sonnen, aber immer den richtigen Ton treffen. Kaum verzerrte Gitarren, wohlige Pianoklänge, eine dezent agierende Rythmus-Sektion und ein Gesang, der es vermag, im richtigen Moment den charmanten Halbton daneben zu liegen, um den ganzen eine kratzige Kante zu verleihen. Mit diesem Album beweisen die Ex-Water Breaks Stone und Insurrection Leute, dass man in Zukunft wieder verstärkt mit ihnen rechnen kann.
 
In Your Face.de
Eine verträumte und sanfte Stimme, der es nichts ausmacht hin und wieder auch mal Töne zu singen, die nicht wirklich zur Harmonie passen wird von Klavier, Gitarre, Bass und Schlagzeug begleitet: COACH widmeten sich den großen Gefühlen und Emotionen des Lebens und schrieben dabei elf Songs, die auf ihrem ersten selbst-produzierten Full-Length-Album "Kill 'Em All" vereinigt wurden. Sofort erinnern ihre Arrangements und ihr Sound an BEN FOLDS FIVE, aber auch Parallelen zu JESUS & MARY CHAIN und ELLIOT SMITH werden gezogen.
Langsame und traurige Bassläufe, die sich an monoton gezupften Gitarren-Melodien reiben, zarte Klavier- und dünne Stahlsaiten-Akkorde, aufschreiende warm-gezerrte Gitarren und dieser gequälte, apathische und doch hoffnungstragende Gesang lassen die vier Pop-Rocker aus Frankfurt sein, was sie sind: COACH, deren Musik den Hörer umarmt während sie ihm auf dem Schaukelstuhl vorm Kaminfeuer Gesellschaft leistet.
7/10
 
Intro
Coach sind wohl ein Parade-Beispiel, dass Majorverträge für local Indie-Bands nicht per se Errettung aus vermeintlich zu limitierten Szenezusammenhängen darstellen, sondern dass man dabei auch immer noch gut zerfickt werden kann. Coach wurden gesignt, bekamen ein Low-Budget-Video und eine unverkäufliche High-Price-Mini-CD ermöglicht und wurden dann in der Vorhölle majorbandesker Uncoolness auf dem Abstellgleis kaltgestellt. Das war vor Jahren. Jetzt, auf eigenen Beinen, kann man wieder gut stehen und bringt ein Album mit ganzen elf neuen Songs raus. Von dem ursprünglichen Coach-Sound, der ihnen ja auch Kontakt zum amerikanischen Doghouse-Label brachte, ist nicht mehr so viel übrig. Weniger sloganhafter Pop-Emo-Punk zwischen Get Up Kids und Mr.T-Experience, sondern erst mal runtergekochte, aufwändigere und komplexere Songs, ohne sich dabei zu verzetteln. Brüllen und einfach krachen will man nämlich immer noch. So bleibt unter dem Strich ein vielseitiger Entwurf, der im Leiden an Jonas, bei den untertourigen Piano-Momenten an die letzte Promise Ring erinnert. Das nur mal als Brücke oder Hausnummer, damit Coach wieder gefunden werden können. Denn sie haben es verdient, wurden lang genug mit der goldenen Kette gepeitscht und geknechtet und sind jetzt frei.
 
Listen To It
Mit "kill 'em all" präsentieren uns die 4 Herren von Coach aus Frankfurt, ihren lang erwarteten ersten Longplayer. Und wir werden nicht enttäuscht!
Vor ein paar Jahren sah es bei Coach so aus, als ob sie ihr erstes Album auf dem US Indie Label Doghouse Records veröffentlichen würden. Alles war schon geplant, aber dann kam der Bruch. Viele Bands hätten dann vielleicht aufgegeben, aber nicht Coach. Es war die Zeit gekommen alles alte hinter sich zu lassen und neu zu starten. Ein guter Schritt in die richtige Richtung. Und mit Mi-Amante aus Magdeburg haben sie ein Label gefunden, das voll hinter seinen Künstlern steht.
Die neuen Songs klingen so schön, dass man nicht genug davon bekommen kann. Es ist verblüffent mit welcher Leichtigkeit es Coach geschafft haben 11 kleine Perlen zu einer ganzen Kette zusammen zu fügen. Die Songs stecken voller Tiefe und Emotionen. Dazu kommt ein Sänger bei dem man an seinen Lippen hängen bleibt, bis die CD durch gelaufen ist. Es ist die richtige Musik für die derzeitige Jahreszeit. Draußen schneit es noch, aber die ersten Sonnenstrahlen können sich auch schon durch die Wolken kämpfen.
Das ist Gitarren Pop wie er sein sollte... einfach schön!
Für einen liebevollen Killer, gibt es >>>>>> 5 von 6 Pkt.
 
Music Scan
Einigen dürften Coach durchaus noch ein Begriff sein. Hatten sie doch vor ein paar Jahren eine EP auf Doghouse veröffentlicht und kurz darauf auch schon einen Majorvertrag in der Tasche. Leider wurden auch Coach wieder Opfer des üblichen Majorspielchens und nun ist man wieder auf einem kleinen, aber feinen Indie gelandet. Die neuen Songs zeigen Coach sehr viel introspektiver und ruhiger als in der Vergangenheit. Die lauten Gitarren wurden fast gänzlich verbannt und ich habe den Eindruck, dass den Tasten jetzt ein wesentlich größerer Raum beigemessen wird. Die Songs kommen so ein ganzes Stück breiter und atmosphärischer rüber. Doch leider geht die Rechnung vor allem aus einem Grund nicht wirklich auf: der Gesang. Da wird doch schon desöfteren danebengegriffen und leider nicht in einem Rahmen, in dem man das den Jung noch abkaufen würde, da sie eben schon Musik machen, die auf einem sicheren und runden Gesang aufbauen. Es ist zu jeder Zeit spürbar, dass die Band viel will, doch leider nur begrenzt erfolgreich ist. Das ist mir über weite Strecken trotz Indiecharme und allem doch zu brüchig und wackelig. Da werden sehr gute instrumentelle Grundlagen gelegt, die jedoch von den Vocals einfach nicht richtig aus- bzw. zu Ende geführt werden. Schade eigentlich, denn ansonsten haben Coach fast alles richtig gemacht.
 
Persona Non Grata
Möchte man die Band Coach anpreisen - und das soll mit den nächsten Zeilen mein Vorhaben sein - kommt man nicht umhin, die Geschichte der Band zu erzählen. Schließlich will ich es mir auch hier nicht nehmen lassen, meinen Lieblingssatz des letzten Jahres und des Jahres davor verlauten zu lassen: "Der Musikindustrie geht's schlecht!" Und das war schon, man mag es nicht glauben vor 3 Jahren so, als die vier Frankfurter beim Major Eastwest unterschrieben haben. Dabei ließ sich alles so zauberhaft an: eine Tour durch den Mittleren Westen und die Ostküste der USA, ein Deal beim US-Indie Doghouse Records, Tourneen u.a. mit The Stereo und Jimmy Eat World. Kurz vorm Studiotermin dann der Kassensturz beim Major. Das nötige Kleingeld fehlte, um die Kinder zu füttern. Die Aufnahmepläne wurden auf Eis gelegt. Umso erstaunlicher ist daher, was Coach 3 Jahre später auf "Kill 'em all" vorweisen können. Vor allem sind es Songs, die man mit einer derart starken Identität nicht unbedingt von einer deutschen Band erwarten darf. Und sie tragen gerade nicht die Brandmarken ihrer Vergangenheit - Resignation ist nicht zeitgemäß. Coach muss man lieben, gerade weil sie einem nach 30 Sekunden die Bruchrechnung für einen großen Popsong vorlegen können. Sie haben den Mut zur eminenten Geste und machen den entscheidenden Schritt Richtung Hymne. Wehmütige Pianoriffs, die Richtung Erdmitte sinken - ein Gesang der in schwindelerregender Höhe auf einem handbreiten Stahlbalken spazieren geht und ständig zu kippen droht. Selten hat man jemanden so bezaubernd schief singen gehört. Coach sind wichtig, weil sie den Song in seiner schlichten Schönheit wieder in die Mitte des Raumes rücken und sich als Künstler nicht über die Kunst erheben. Danke auch dafür. (Mi Amante)
Pats
 
Plattentest.de
Leichenschmaus
Hochflug, Absturz und ein Arschtritt von der ehemaligen Plattenfirma. Manche Bands kommen trotzdem wieder. Denn harte Bengels nehmen's leicht. Prolog: Vor drei Jahren kratzten Coach an den Türen nach oben. Als Support-Act von Lieblingen wie Jimmy Eat World. Oder als deutsche Band mit amtlichem Deal beim renommierten Doghouse-Label und einer EP beim Major. All das und mehr. Am Ende aber viel weniger. Kam ja alles doch ganz anders. Okay, genug. Cut! Schluß! Will man nicht mehr hören. Braucht man auch erst recht nicht mehr lesen.
Auswege gibt es immer. Immer mal. Immer wieder. Kommando Ärmelhochkrempeln. Tränchentrocknen. Weiteratmen. Ja, Coach haben eine neue Platte. Ihre erste Full Length, wohlgemerkt. Sind jetzt unter den Fittichen des klitzekleinen Mi-Amante-Labels und machen weiter. Behold the Auflösungserscheinungen. "Kill 'em all" heißt das Teil dann auch noch. Selbstproduziert ist es obendrein. Da hat scheinbar ja doch noch jemand was vor. Schelmisches Titelklauen bei den bösen Zeckenbrüdern nämlich. Na gut, unter anderem. Nimmt man dann eben so im Vorbeigrinsen mit, weil: Lustig ist's ja schon.
Darüber hinaus schreiben Coach jetzt sehr zurückgelehnte Lieder zwischen Emotion und Wonneproppen und Pop und Mamas Liebling und so. Bedächtig darf's durchaus auch mal sein. Man hat ja schließlich was aufzuarbeiten. Angenehm, wie "Good mourning sun" fast volle sechseinhalb Minuten vor sich hinperlt und den Streßfaktor Zeit einfach so mal ausklammert. Treiben und treiben lassen. Erinnert natürlich schon mal an etwas. An posthume The Promise Ring zum Beispiel. Die Crème de la Crème de la Crème halt. Die es leider nicht mehr gibt. Doch für derlei Verneigung verteilt man ganz gewiß keine Ampelkarten. Sondern freut sich, daß andere das genau so sehen.
Auch sonst ist das nicht so radikal wie tituliert. Kein posauntes "Hurra, wir leben noch!" und keine fliegenden Fäuste. Eine hübsche Melodie, ein paar verwertbare Ideen, vier Männer mit Gefühl. Geht doch ganz gut auf, die Rechnung, wenn dabei gelegentlich kurzweilige Powerpop-Ödchen wie "Electric western" rumkommen. Ein Tasteninstrument ist ja auch schon gelernt. Ansonsten: unspektakulär. Aber vielleicht schon demnächst auch Dein kleiner, süßer Spatz von nebenan.
Sven Cadario
 
Rock'N Roll Army
Coach hatten es die letzten 3 Jahre wirklich nicht leicht, umso erstaunlicher, das es Coach noch gibt. Noch vor 3 Jahren standen bei Coach die Zeichen auf Sturm. Ein frisch unterschriebener Major Deal bei Eastwest. Eine selbst finanzierte Tour durch den Mittleren Westen und die Ostküste der USA. Ein Vertrag beim renomierten US-Indie Doghouse-Records. Shows mit The Stereo, Metroshifter, Jimmy Eat Wolrd usw.
Ein halbes Jahr später der Abschied im Streit vom Major. Das versprochene Geld der Plattenfirma kam nie an, das gebuchte Studio wurde abgesagt und Shows gecancelt.
Viele Bands hätten aufgegeben, aber hier ist er nun, der erste Longplayer "Kill 'Em All". 11 wundervolle Akustiksongs, die schöner nicht sein könnten. Ob "good morning sun", "sadly goodbyes" oder "tour de force", diese Songs lassen einen nicht so schnell wieder los. Das einzigste, was ich mir noch gewünscht hätte, wären die Songtexte im Booklet. Einfach eine fantastische Platte. Ich bin mir sicher man wird noch viel von Coach hören.
 
Sellfish
Indie-Rock mit viel Gefühl. So platt und doch so präzise kann man "Kill 'Em All", das Werk des Frankfurter Quartetts COACH umschreiben. Sicher, im ersten Moment ist diese Mischung nicht gerade die innovativste Sensation im Musikgeschäft, aber wenn man es richtig macht doch. So geschehen bei COACH, die sich nach dem im Geschäft anscheinend obligatorischen geplatzten Major-Deal vor drei Jahren erstmal sammeln mussten. Man hat sich viel Zeit gelassen, neu gemixt, Songs geschrieben und Songs verworfen. Herausgekommen ist eine beruhigend schön zurückhaltende Herz-Schmerzattitüde, welche sich über die elf Tracks erstreckt, ohne getragen aber bestimmt im Selbstmitleid zu versinken. Ganz im Gegenteil, mal wird die Spannung mit flimmrigen Gitarrenintros geweckt ("Untitled"), mal steigert sie sich im Song ("How To Smile"). Oder wird wie beim Opener "Good Morning Sun" von Anfang an greifbar, plastisch, bevor man mittendrin mit Gitarre und Piano alleingelassen und erst später wieder an der Hand genommen wird. Ganz großes Kino, das aber leider nicht ganz bis zum Schluss versprochen werden kann, denn einige Längen gibt es hier und da nun doch. Vor allem aber habe ich mir nach so einem Opener von dem letzten Stück und Titelsong "Kill 'Em All" ein bisschen mehr erhofft. Diese Stelle eines Albums, bei Genregeschwistern zumeist genutzt, mit Pauken und Trompeten in voller Schönheit zu sterben, fällt hier eher nüchtern aus. Aber in der Musik war es noch nie schlecht, anders zu sein - und genauso ist es auch mit COACH. Hut ab.
 
Straight From The Heart
von coach habe ich bevor ich diese cd in der hand hielt noch nie was gehört, trotz einem major vertrag und usa touren mit u.a. jimmy eat world, was allderdings der vergangenheit angehört. der vertrag wurde aufgelöst und nun sind sie zu MI AMANTE an bord gestiegen, einem kleinen label das sich um die bedürnisse einer band kümmert. der frankfurter vierer ist neben der klassichen besetzung gitarre, bass, schlagzeug, gesang zusätzlich mit einem keyboard bestückt, was die sanften klänge wundervoll abrundet. in der bandinfo steht girarren/indie/rock, hm sehr konkret, aber besser kann ich es auch nicht beschreiben. ich würd sagen coach sind die sympatische verion zu coldplay.s
 
Trust
Nach einem kurzen Majorgastspiel kehren die Frankfurter Coach zurück nach Indiehausen und veröffentlichen mit "Kill 'Em All" eine wirklich feine Popplatte. Das Info erwähnt Teenage Fanclub und The Jesus & Mary Chain. Erstere liefern sicher die melodische Grundhaltung der Songs, zweitere kann der Rezensent leider überhaupt nicht wiedererkennen. Nicht von der Hand zu weisen sind aber sicherlich die Piano-Einflüsse vom formidablen Ben Folds und die Popsensibilität des großartigen Ben Lee! Das Coachsche Endergebnis ist auf jeden eine extrem stimmige Platte in Pop, die nur hin und wieder in den Gesangs-Tonlagen schwächelt! Aber das beheben sie sicher bis zum nächsten Album!
 
Visions
Eine Platte vom Weitermachen: Der Weg zum Coach-Debütalbum war lang und steinig, doch er hat sich gelohnt. Indierock mit feinem Gespür für kleine und große Gesten.
Das Renommee wuchs stetig, der Majordeal war unterschrieben, die Tour mit Jimme Eat World ausverkauft - Coach waren Anfang 2001 im Startblock angelangt und gingen schon in die Knie. Doch der Schuss blieb aus. Eine tolle EP erschien bei 'eastwest', und dann kam... nichts. Deal weg, Studio gestrichen, Auftritte gecancelt. Drei Jahre später erscheint nun das Debütalbum der Band und überrascht zu Beginn mit einer stilistischen Erweiterung, die weg vom bisherigen Collegerock-Gestus führt: "Good Morning Sun" gerät zur Indie-Oper, zum Drama, zum Epos gar. Und fängt, bestimmt kein Zufall, ähnlich an wie der letzte Hit von Queen: "The Show Must Go On", eine mlancholische Durchhalteparole. Wobei: Es war kein Zwang, der diese Platte überhaupt erst möglich gemacht hat. Coach machen weiter, nicht weil sie müssen, sondern weil sie wollen. Diese Nichts-zu-verlieren-Haltung merkt man diesem Album deutlich an. Keyboarder Tino Frantzke ist so präsent wie nie und setzt sein Instrument nicht nur gleichwertig, sondern teilweise dominant ein - vielleicht darf er nun auch endlich mal aufs Bandfoto mit drauf. Auch das über siebenminütige "How To Smile" schlägt in die Kerbe der großen Gesten: Man stelle sich vor, Death Cab For Cutie träfen auf Jimmy Eat World zu "Clarity"-Zeiten. Doch nicht alles ist Pathos hier, auch Leichteres findet Platz und wohl auch offene Ohren bei denen, die Coach noch von früher kennen: "Electric Western" etwa, das an Prä-"Wood/Water"-Promise Ring gemahnt. Oder das verträumte "Sketchbook Of A Suburban Youth" - so klänge Ben Folds, würde man ihm die Billy Joel-Flausen austreiben. Auf "Kill 'Em All" finden die alten und die neuen Coach zusammen, was zum Teil tolle Songs hervorbringt, zum Teil aber auch ein paar Reibungsverluste verursacht. Schön aber, dass die Band nicht mit dem Lamentieren anfängt, obwohl sie Grund genug hätte. Dazu sind sie zu clever und auch nicht eitel genug. Die Wut, sie bleibt im Titel.
8/10
 
Waste of Mind
Coach sind wohl auch eine dieser traurigen Geschichten, die die (Major-)Musikindustrie immer wieder schreibt: Vor vier Jahren ergattern die Jungs einen Vertrag beim Plattenmulti Eastwest, veröffentlichen dort eine sehr gefällige Emo-Pop-EP, touren im Vorprogramm der Get Up Kids - und verschwinden dann erst mal in der Versenkung, weil die Plattenfirma offensichtlich doch keine Verwendung für sie hat. Nichtsdestotrotz haben sich die Jungs wieder aufgerafft und veröffentlichen nun auf dem kleinen Label Mi Amante ein Album, das man so nicht erwartet hatte - der fröhliche Pop-Appeal früherer Tage ist dahin, stattdessen gibt es viel Tragik, Trauer und Melancholie.
11 sehr ruhige Songs, oft von Piano getragen und von recht elegischem Gesang begleitet, gibt es zu hören, und unweigerlich denkt man an das letzte Promise-Ring-Meisterwerk Wood/Water oder auch diverse Deep-Elm-Bands. Für meinen persönlichen Geschmack übertreibt man es mit der Tragik und der Trauer ein wenig, einige lichte, schnellere Momente wären schön gewesen, um das gemächlich vor sich schwebende Werk etwas mitreißender zu gestalten. Im großen und ganzen schön ist die Platte aber trotzdem geworden - wer weiß, vielleicht klappt es bei den Jungs ja doch noch irgendwann mit dem großen Durchbruch.
 
Westzeit
Coach aus Frankfurt waren schon fast ganz groß. Doch so schnell kann es in diesem Geschäft gehen. Einmal nicht aufgepasst und man ist bei der Abschlussprüfung durchgefallen. Inzwischen haben sie die IndieRock-Klasse wiederholt und wohl wahr ihre Hausaufgaben gemacht. In zweierlei Hinsicht: Zurück zum Indielabel und Songs mit ganz viel Substanz. Keine Gefühlskeule, die einem zaunpfahlgleich auf's Hirn gedroschen wird, sondern die kleine Geste regiert auf dem aber trotzdem tighten Album. Über den Titel "Kill 'em All" kann man schmunzeln, es bleibt IndieRock, wie er sich gehört.
 
track listing 1. Good Morning Sun
2. Goddess of Soul
3. Electric Western
4. Sketchbook of a Suburban Youth
5. Sadly Goodbyes
6. Untitled
7. Heroes vs. Superman
8. I.O.U. 9. Tour de Force
10. How to Smile 11. Kill 'em all
media
MP3 Sadly Goodbyes
 

liner notes Produced by Coach
Recorded and mixed by Jan Biermann at Typhoon Lab
Mastered by Jan Nandzik
Layout and design by roboter
 

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