Rob & The Pinhole Stars
Das äußere Erscheinungsbil der Band mag sich von Zeit zu Zeit verschieben, es changiert allerdings immer im Rahmen einiger wesentlicher Konstanten. Zum einen - natürlich - unter der Ägide seiner Protagonisten. Robert war, ist und wird auch in Zukunft der kreative Kopf von Rob And The Pinhole Stars sein. Er ist Songschreiber, Gitarrist, Produzent und hält somit alle Fäden in der Hand. Zum anderen stand jede Inkarnation der Stars im Dienst der eigenen Sendung. Man könnte auch sagen: sie entsprach den Bedürfnissen ihrer Songs. Der klassischen Innerlichkeit der frühen Singer/Songwriter-Anmutung, der vereinzelten Bandverstärkung auf der Bühne, der elektronischen Abrundung, die schnell an Signifikanz gewann und die Kai als kongenialen zweiten Hauptakteur in der Band etablierte. Robert und Kai nahmen 2003 ihr erstes full length-Album "Greyskysmile" auf, ein behutsam und detailliert arrangiertes Album voller Gemütstiefe. Sie gingen damit auf Tour. Mehrmals. Sie spielten mit Karate, Engine Down, The Appleseed Cast, The Robocop Kraus, The Tess Wiley Orchestra, Pedro The Lion, Death Cab For Cutie und anderen. Es flogen ihnen die Herzen zu. Jeden Abend, wenn sie ihre eigenen Herzen öffneten. Sie waren auf dem richtigen Weg und sie wussten, den richtigen Weg beschreitet man am günstigsten mit viel Bewegung. Sie revidierten die live-Aufstellung und das Line-up insgesamt. Zu den Pinhole Stars gehörte dann auch Ingmar an Drums/Percussion, mithin gewann die live-Präsentation der Songs spürbar an Dynamik.
Das ist der Status Quo.
Nicht nur das. Es gibt ein neues Album. Nach über einem Jahr Songwriting und Produktion, nach Vorab-Veröffentlichung drei neuer Songs auf einer Split-EP mit Björn Kleinhenz wird am 04. Oktober mit "Stop And Start" ein Album veröffentlicht, das genau das ist. Ein Innehalten und ein Neubeginn. Das große selbstschauende, beseelte Moment ihrer Lieder feiern sie mit schon bekannter Hingabe, sie getrauen es sich aber endlich in ganz selbstbewusster Geste. Sie getrauen sich endlich Pop. Sie halten sich nicht mehr zurück. Die akustischen und die elektronischen Elemente bedingen sich einander kaum noch lösbar, die akustischen Elemente kennen dabei noch schönere Harmonien, die elektronischen den unbedingten State-of-the-Art. Es ist ein Album, das sachte Analogien zu Death Cab For Cutie, vielmehr noch zu deren wesensnahem Spin-off The Postal Service oder anderen soundlichen Eskapisten wie Her Space Holiday zulässt. Es ist ein intuitives Album. Es ist eine entzückend unfehlbare Intuition, die die Stars kein bisschen vom rechten Weg abbringt. Ein Weg der in Kürze gesäumt ist von Touren mit Tias Carlson und Amanda Rogers. Wir freuen uns schon jetzt darauf.

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